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Seminarrückblick vom 07. Januar 2021

Mitarbeiterführung für Nachwuchsführungskräfte

Zum ersten Mal Chef?

Eigentlich war es wie immer. Nur das Päckchen Mund-Nasen-Masken auf dem Tisch des Dozenten und die großen Abstände zwischen den Einzeltischen der Teilnehmer zeigten an, dass die Corona-Pandemie immer noch das Geschehen bestimmt. Und natürlich setzten die Teilnehmer im Saal, wenn sie ihren Platz verließen, ihre Maske auf. Das Hygienekonzept, das die Bauakademie Ost als Veranstalter zusammen mit dem Tagungshotel entwickelt hatte, funktionierte.

Unter dem Titel „Zum ersten Mal Chef – Mitarbeiterführung für Nachwuchsführungskräfte“ diskutierten die Teilnehmer, die alle ihre erste Führungsaufgabe vor kurzem angetreten hatten, über ihre Erfahrungen und über die Anregungen, die ihnen der Direktor der Bauakademie Ost, Dr. Michael Garmer, als Dozent präsentierte. Darunter waren führungsrelevante Themen wie die Bedeutung von Zielen, die Verbindung von Zielen und Aufgaben und die verschiedenen Führungsstile. Schnell wurden sich die Teilnehmer einig, dass der moderne kooperative Führungsstil der einzige ist, der unter heutigen Bedingungen funktioniert, insbesondere bei jüngeren Mitarbeitern, der sogenannten „Generation Y“.

Ein weiteres Diskussionsthema waren die Voraussetzungen für kooperative Führung: hier legte der Dozent dar, dass nur transparente Zielsetzungen und die echte Delegation von Verantwortung mit Entscheidungsbefugnissen kooperative Führung ermöglicht. Hinzu kommen Voraussetzungen wie ein vertrauensvolles Unternehmensklima und eine entsprechende Fehlerkultur. Nur in einer solchen Unternehmenskultur, da waren sich die Teilnehmer ebenfalls einig, können dann Information, Kontrolle, Anerkennung und Kritik als Führungsaufgaben ihre Wirkung voll entfalten.

Im Rahmen einer Gruppenarbeit, die zunächst alleine bearbeitet und anschließend jeder an seinem Platz bleibend besprochen wurde, wurde dann ein konkretes Fallbeispiel für verschiedene Führungskonzeptionen ausführlich diskutiert. Hierbei wurde vor allem deutlich, dass es in Unternehmen immer wieder Ausnahmesituationen geben kann, in denen die Führungskonzeption überdacht werden muss. Ein Abschnitt zu den Möglichkeiten und Grenzen der Motivation von Mitarbeitern, in denen auch die klassischen Motivationstheorien von Maslow und Herzberg angesprochen wurden, sowie die wichtigsten Grundlagen der Führungsaufgabe Stellenbildung und Aufbauorganisation, schlossen das Seminar ab. Die spontanen Rückmeldungen der Teilnehmer waren durchweg positiv, ein Teilnehmer kündigte schon an, sich zum Folgeseminar mit dem Titel „Führungsexzellenz“ anmelden zu wollen. 

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